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Jetzt blühen sie wieder: Küchenschellen und Adonisröschen.

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Wanderungen im Naturschutzgebiet "Gans" am Sodenberg lohnen sich immer, doch im Frühjahr verwandeln seltene und geschützte Pflanzen die sonst eher karge Landschaft in ein leuchtendes Meer.

Lage und Besonderheiten des Sodenbergs

Der Sodenberg ist ein erloschener Vulkan, süd-westlich von Hammelburg gelegen.
Mit einer Höhe von 481 Metern ist er der höchste Berg der Vor-Rhön, der südlichste Ausläufer der charakteristischen Rhönberge Feuerberg, Totnansberg, Platzer Kuppe und Dreistelz.

Zwei große Gedenksteine des Rhönklubs markieren auf einer Anhöhe einen schönen Aussichtspunkt, der an klaren Tagen weite Ausblicke über das Tal der Fränkische Saale hinaus bis in die Rhön ermöglicht. Wanderer-auf-dem-Sodenberg 270Der Basaltkegel Sodenberg liegt im Naturschutzgebiet "Sodenberg-Gans", in einer
Muschelkalklandschaft mit Resten des ehemaligen Basaltabbaus und vielfältigen Lebensräumen aus Kalkmagerrasen (Enzian-Schillergrasrasen, Mainfränkische Erdseggen-Trockenrasen), naturnahen Buchen- und sekundären Eichen-Hainbuchen-Wäldern.

Die Trockengebiete am Sodenberg (Biotopflächen) bieten zahlreichen Farn- und Blütenpflanzen, Brutvogelarten, Schmetterlingen, Heuschrecken- und Grillenarten Schutz und Nahrung und wurden deshalb 1997 unter Schutz gestellt.

Im Frühjahr verwandeln seltene und geschützte Pflanzen wie Märzenbecher, Küchenschelle und Adonisröschen die Landschaft in ein blühendes Meer.

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Damit die seltenen Pflanzen auch zukünftig bestehen bleiben, werden die Wanderer dringend gebeten, die Wege nicht zu verlassen und den Weisungen der Naturschutzbeauftragten zu folgen.

Geschichte

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Der Sodenberg weist aber nicht nur naturkundliche, sondern auch kulturhistorische Besonderheiten auf. Vom einstigen Basaltabbau, der Mitte des 20. Jahrhunderts eingestellt wurde, zeugt noch heute ein tiefer Krater. Um "Spinnmagdkreuz" und "Giselakreuz" ranken sich geheimnisvolle Sagen.

Einst stand auch eine Burg auf der Anhöhe, genannt der "Kilianstein". Hier soll, so berichtet eine weitere Sage, Götz von Berlichingen seine Junkerjahre bei seinem Onkel Neidhard von Thüngen verbracht haben.
Die Anlage wurde um die Mitte des 14. Jahrhunderts von den Herren von Thüngen erbaut. Auch Gisela, der Sage nach Grund für die Errichtung des "Giselakreuzes", soll eine Tochter aus dem Haus "Von Thüngen" gewesen sein. Besitzveränderungen im Jahr 1660, die Burg wurde an die Universität Würzburg verpfändet, hatten zur Folge, dass die Gebäude nicht mehr bewohnt wurden, 1870 einstürzten und schließlich verfielen.

Anfahrt

Von Hammelburg kommend auf der B 27 Richtung Gemünden.
Nach Obereschenbach, auf der Anhöhe rechts Richtung Gräfendorf abbiegen. Nach ca. 300m rechts in den Waldweg abbiegen. Am Gasthof Sodenberg Parkmöglichkeit und Infotafel. Standort der Adonisröschen siehe Link.
Standort der Adonisröschen

Wanderwege

Ab Obereschenbach oder Morlesau und Ochsenthal.
Rund um den Sodenberg.

Einkehrmöglichkeit z.B. in:
Morlesau (Fotos vom ehemaligen Basaltwerk im Gasthaus) Hammelburg

-Achtung: keine Einkehrmöglichkeit mehr im "Gasthof Sodenberg"-

Weitere Informationen und Vermittlung von Führungen für Gruppen:

Tourist-Info Hammelburg, Kirchgasse 4, Tel.: 09732/902-430, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!